Trampeltierhengst "ivan" ist der neue im kölner zoo

Lange, unwiderstehliche Wimpern und sanfte Augen: Was will Kamelstute mehr? Am 5. Oktober bekam der Kölner Zoo einen neuen Trampeltier-Hengst „Ivan“. Er ist fünf Jahre alt. Sein Vater war ein Originalimport aus Kasachstan. Der beigefarbene Hengst lebt nun mit unserer Kamelstute „Lea“ zusammen. Jetzt hoffen wir alle, dass „Ivan“ und „Lea“ alsbald wieder für Nachwuchs bei den Kamelen im Kölner Zoo sorgen.

Trampeltierhensgt "ivan" ist der neue im kölner zoo

 

Köln, 22. Oktober 2015. Am 5. Oktober bekam der Kölner Zoo einen neuen Trampeltier Hengst „Ivan“. Er ist fünf Jahre alt. Sein Vater war ein Originalimport aus Kasachstan. Der beigefarbene Hengst lebt nun mit Kamelstute „Lea“ (geb. in Köln 2003) zusammen. Jetzt hoffen wir alle, dass „Ivan“ und „Lea“ alsbald wieder für Nachwuchs bei den Kamelen im Kölner Zoo sorgen. Nach einer rund zwölf- bis vierzehnmonatigen Tragzeit bringt das Weibchen meist ein einzelnes Jungtier zur Welt, Zwillinge sind selten. Die Jungtiere werden rund eineinhalb Jahre gesäugt. Die Lebenserwartung kann bis zu 25 Jahre betragen.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Trampeltiere erstreckte sich ungefähr vom mittleren Kasachstan über die südliche Mongolei und das nordwestliche China bis zum großen Bogen des Gelben Flusses. Im dritten vorchristlichen Jahrtausend setzte die Domestikation der Tiere ein, als Last- und Nutztiere sind sie heute in weiten Teilen Asiens verbreitet.

Im Jahr 2003 lebten laut Schätzung der IUCN nur rund 950 wildlebende Trampeltiere in drei getrennten Populationen: in der Taklamakan-Wüste und im Lop Nor-Becken in der chinesischen Provinz Xinjiang (zusammen rund 600 Tiere) sowie im mongolischen Teil der Wüste Gobi (rund 350 Tiere).

Trampeltiere sind an ihren zwei Höckern sofort vom Dromedar, dem einhöckrigen Kamel, unterscheidbar. Sie erreichen eine Schulterhöhe von 180 bis 230 Zentimetern und ein Gewicht von durchschnittlich 450 bis 500 Kilogramm. Ihre Fellfärbung variiert von sandgrau bis dunkelbraun. Während des Winters haben sie ein ausgesprochen dickes, langes Fell, das bei Ansteigen der Temperaturen so schnell abgestoßen wird, dass die Tiere oft einen zerlumpten Eindruck machen.

Die Höcker dienen entgegen der landläufigen Meinung nicht als Wasser- sondern als Fettspeicher. Darüber hinaus haben sie einige Besonderheiten entwickelt, die ihnen das Überleben in unwirtlichen Regionen ermöglicht: Stark verlängerte Henlesche Schleifen in den Nieren sorgen für eine starke Konzentration des Urins, auch der Kot ist im Vergleich zu anderen Säugetieren verdickt. Eine Besonderheit sind die roten Blutkörperchen, die wie bei allen Kamelen nicht rund, sondern oval sind. Diese Form bewirkt, dass Kamele in kürzester Zeit ohne die Gefahr einer Wasserintoxikation („Überwässerung“ des Körpers) sehr viel Wasser aufnehmen können. Ihre Körpertemperatur ist variabler als die der meisten anderen Säugetiere und kann um 6 bis 8 °C schwanken, was die Gefahr der Überhitzung und die Transpiration deutlich vermindert.

Kontakt für weitere Informationen:
AG Zoologischer Garten Köln
Theo Pagel
Riehler Straße 173
50735 Köln
Tel.: 0221/7785-101
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Fotos: Werner Scheurer

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