Direkt am Haupteingang ist der Nachwuchs unserer Onagerherde zu bewundern. Am 13. Juni kam Stutfohlen "Sina" zur Welt, am 22. Juni folgte Hengstfohlen "Lodric". Die Gruppe dieser asiatischen Wildeselart besteht mittlerweile aus zwölf Tieren: fünf Stuten und deren Nachwuchs der letzten beiden Jahre.

Köln, 14. Juli 2016. Wer in den Sommerferien in den Kölner Zoo kommt, kann direkt am Haupteingang die ersten Jungtiere bewundern. Es sind „Sina“ und „Lodric“, die kürzlich geborenen Onager-Fohlen. Ihr Gehege liegt direkt hinter dem Einlassbereich gegenüber den Trampeltieren und kann schon von der Riehler Straße aus eingesehen werden.

Stutfohlen „Sina“ kam am 13. Juni zur Welt. Mutter ist die elfjährige Stute „Saphira“ Hengstfohlen „Lodric“ ist seit dem 22. Juni Teil der Gruppe. Er wurde von der neunjährigen Stute „Lisa“ zur Welt gebracht. Die Tragzeit dauerte jeweils elf Monate. „Sina“ und „Lodric“ sind die Onager-Fohlen Nummer 53 und 54, die im Kölner Zoo geboren wurden. Die Gruppe besteht mittlerweile aus zwölf Tieren: fünf Stuten und deren Nachwuchs der vergangenen beiden Jahre.

Die hellbraunen Onager, auch Wildesel genannt, bewohnen hochgelegene Steppenregionen und Halbwüsten. Sie sind außerordentlich schnell und ausdauernd. Über die Sozialstruktur im natürlichen Lebensraum gibt es nur wenige systematisch erhobene Informationen. Onager leben wahrscheinlich in lockeren Sozialverbänden, die sich relativ kurzfristig zusammenfinden und wieder auflösen. Die einzig wirklich länger andauernde Einheit ist die von Mutter und Fohlen.

Im Iran, wo der Onager beheimatet ist, kommt er nur noch in zwei weit voneinander entfernten Gebieten vor. Nach Schätzungen von 2011 leben dort insgesamt noch etwa 500 Tiere. Neueste Erhebungen erbrachten das erfreuliche Ergebnis, dass die Population im Schutzgebiet im Süden des Landes in den vergangenen fünf Jahren von circa 230 auf ungefähr 330 angewachsen ist. Mittlerweile wurden in einem weiteren Nationalpark im ursprünglichen Verbreitungsgebiet 13 Tiere aus einer iranischen Zuchtstation ausgewildert.

Vor allem Wilderei aber auch Überweidung durch Haustiere und Konkurrenz um Wasserstellen sowie das Entfernen von Buschvegetation tragen zur Bedrohung der Onager im Iran bei. Auf Futtersuche dringen die Onager zu bestimmten Jahreszeiten in die Felder und Gärten der Bevölkerung ein. Da die Abwehrmaßnahmen unzureichend sind und staatlicher Ausgleich der Ernteausfälle fehlt, kommt es immer wieder zu Konflikten, wobei die Onager den Kürzeren ziehen und abgeschossen werden.

Fotos: Werner Scheurer, Rolf Schlosser

Kontakt für weitere Informationen:

Christoph Schütt
AG Zoologischer Garten Köln
Riehler Straße 173
50735 Köln0221/7785-235
0221/7785-111

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