Zahlreiche Extras: Kommenden Sonntag ist KlimaTag im Kölner Zoo

Köln, 23. April 2026. Verstärkung für das „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ im Kölner Zoo: „Apu“ und „Nala“, das dort lebende Goldgelbe Löwenäffchen-Paar, hat dreifachen Nachwuchs. Sie sind derzeit noch im hinteren, nicht einsehbaren Bereich, um ihnen die notwendige Ruhe beim ersten Aufwachsen zu geben. Bald werden sie auch im für Gäste offenen Teil des Hauses zu sehen sein.

Das Geschlecht der Drillings-Kletterkünstler ist noch nicht bestimmt, um die Eltern-Kind-Bindung nicht zu stören. Das Trio kam am 26. Februar 2026 zur Welt und ist mittlerweile gut in die Gruppe integriert. Mit diesem neuen Nachwuchs ist die Zahl der Löwenäffchen im Kölner Zoo auf nun 10 Tiere angewachsen. Insgesamt sind in der 2021 eröffneten Anlage bereits elf Goldgelbe Löwenäffchen geboren worden, die zum Teil an andere Zoos abgegeben wurden.

Das „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus“ ist einem tropischen Regenwald nachempfunden, in dem sich Tiere frei bewegen. Bewohner sind neben den Löwenäffchen auch Weißkopfsakis, Kugelgürteltiere, Piranhas, Tukan und viele weitere Vogelarten. Zudem leben hier die beiden Faultiere „Jumi“ und „Perez“ mit ihrem Nachwuchs, dem Männchen „Yono“. Gäste gehen unmittelbar neben oder unter den Tieren hindurch. Das Warmhaus mit dem immer dichter werdenden Dschungelbewuchs mit Bromelien, Palmen und Kakaobäumen ist ein perfekter Ort für warme Gedanken an schönen Frühlingstagen.

Zoos stärken Naturbestände durch Erhaltungszucht und Auswilderung

Goldgelbe Löwenäffchen gehören zu den Krallenaffen. Es ist die größte der 50 Arten umfassenden und sehr formenreichen Familie in den Tropen Mittel-und Südamerikas. Sie haben Krallen an Händen und Füßen, nur die Großzehen haben Nägel. Mit ihren verlängerten Eckzähnen fangen und töten auch manchmal kleine Wirbeltiere. Hauptsächlich stehen aber Früchte, Baumsäfte und Insekten auf ihrem Speiseplan. Die Klein-Primaten verständigen sich mit zwitschernden Lauten.

Anfang der 70er Jahre standen die Löwenäffchen mit nur noch 200 bis 600 Tieren kurz vor der Ausrottung. Sie kommen nur noch im südöstlichen Brasilien, in einem kleinen Gebiet im Bundesstaat Rio de Janeiro, vor. Zu ihrer Rettung wurde 1974 das Projekt „Countdown 2025” gestartet – wissenschaftlich geführte Zoos waren dafür sehr wichtig. Sie leisten mit ihren koordinierten Zuchtprogrammen und Artenschutz-Engagements einen großen Beitrag für den Erhalt dieser Art. Mitte der 80er Jahre wurden die ersten Nachzuchten aus Zoos wieder ausgewildert. Fünf Tiere kamen später auch aus dem Kölner Zoo hinzu.

KlimaTag am 26. April

Tipp: Die Abholzung von Regenwäldern hat nicht nur für Tiere wie die Goldgelben Löwenäffchen verheerende Folgen – sondern auch für das Klima und damit die Lebensbedingen für uns Menschen auf der Erde.

Der KlimaTag im Kölner Zoo zeigt, wie bunt und vielfältig Klimaschutz sein kann. Zahlreiche Partner aus der Region geben Tipps und Anregungen, wie man im Alltag Energie sparen, nachhaltiger essen oder mobil unterwegs sein kann.

Wer sich an mindestens 10 Stationen Infos, Ideen und die dazugehörigen Stempel abgeholt hat, kann an einer Verlosung von tollen Preisen teilnehmen.

Artenschutz, der wirkt und ankommt

Der Kölner Zoo gibt seit der Eröffnung des „Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Hauses“ im Jahr 2021 jährlich 5.000 Euro an das Löwenäffchen-Projekt „Save the Golden Lion Tamarin“ in Brasilien. Die Mittel nutzt ein Kooperationspartner, die dortige NGO „Associação Mico-Leão-Dourado“, u.a. für:

Spendenmöglichkeit für die Artenschutzarbeit des Zoos: https://foerdern.koelnerzoo.de/spenden/artenschutz