Männlicher Doppelpack: Zwei seltene Banteng-Kälbchen im Kölner Zoo geboren

Köln, 26. Februar 2026. Unter Experten gelten Bantengs als schönste aller Rinderarten. Im Kölner Zoo kam Ende Januar 2026 das männliche Kälbchen „Manik“ zur Welt. Ihm leistet sein vor drei Monaten geborener Halbbruder „Nio“ Gesellschaft – „Rinderkinder“ im Doppelpack also auf der Kölner Banteng-Anlage. Beide Bullen sind agil und trinken regelmäßig die Milch ihrer Mütter „Ornella“ und „Wangi“.

Die Banteng-Kälbchen sind gut sichtbar für die Zoo-Gäste im Außenbereich der Anlage unterwegs. Vater ist der neunjährige Bulle „Buddy“. Er kam aus dem Zoologischen Garten Berlin nach Köln. „Buddy“ ist ein imposantes Tier mit typisch schwarzer Fellfarbe. „Maliks“ elfjährige Mutter „Ornella“ stammt aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn. Die neunjährige „Wangi“, Mutter von „Nio“, kam einst aus Dresden an den Rhein.

Die Gruppe der Kölner Bantengs umfasst damit nun sechs Tiere. Auf ihrer Anlage ganz im Norden des Zoos sind sie mit zwei weiteren Wild-Paarhufern vergesellschaftet: den Prinz-Alfred-Hirschen, wo es erfreulicherweise ebenfalls vor kurzem Nachwuchs gab, und den Sulawesi-Hirschebern.

Zuchterfolg ist wichtig: Asiatische Wildrinder sind stark bedroht

Bantengs sind bedrohte asiatische Wildrinder. Sie leben unter anderem auf den großen Inseln Indonesiens. Die Weltnaturschutzorganisation IUCN stuft den wilden Banteng als „stark gefährdet“ ein. Der Bestand wird heute auf noch 4.000 bis 8.000 Tiere geschätzt – allerdings in vielen kleinen, verstreuten Populationen. Tendenz abnehmend.

Hauptursachen für den Rückgang sind Lebensraumzerstörung, die Einkreuzung von Hausrindern sowie Viehkrankheiten, die von Hausrindern übertragen werden. Der Kölner Zoo engagiert sich im Rahmen des „Action Indonesia“-Programms für Banteng-Schutzprojekte vor Ort.