Das Drachenhaus: Südostasiatische Tropenwelt mit größten Waranen der Erde im Kölner Zoo eröffnet

Wir präsentieren neu im Kölner Zoo: das Drachenhaus. Unsere Gäste tauchen hier ein in die Lebenswelt von Baumkängurus, Paradiesvögeln, Tigerpython, Zwergotter oder Balistar ein. In einer neuen Großanlage zeigen sich zudem erstmals in Köln und erstmals in einem NRW-Zoo überhaupt Komodowarane – die größten Warane der Erde.

Eine der größten Anlagen für Komodowarane weltweitDie Bauzeit betrug knapp 1,5 Jahre. Die Kosten belaufen sich auf ca. 9,8 Mio. Euro brutto. Herzstück und Namensgeber für das Drachenhaus ist die Anlage für zwei Komodowarane: ein 14-jähriges Weibchen – „Tessa“ –, das kürzlich aus dem Zoo in Leipzig nach Köln kam, sowie das vierjährige Männchen „Jiwa“ aus dem Randers Regnskov Zoo in Dänemark. In Deutschland ist der Kölner Zoo neben denen in Leipzig und Frankfurt/Main der Einzige, der die mitunter mehr als drei Meter langen, imposanten Riesenechsen hält.

Die rd. 200 m2 große Anlage der agilen und durchaus für den Menschen gefährlichen Echsen ist für Gäste sicher mit Glas abgetrennt und eine der größten ihrer Art weltweit. Der ca. 3.000 m2 große Schaubereich drumherum mit Wasserfall ist so konzipiert, dass die Gäste über Brücken, Wasserlandschaften und Schlängelpfade auf Expedition durch einen Tropenwald gehen – vorbei an Fischen, Amphibien, Reptilien und Vögeln. Näher ist Südostasien nirgends im Rheinland. Mehrere Volieren wie die im Eingangsbereich für asiatische Hühner- und Entenvögel sowie das Areal am Ausgang für mehrere hochseltene Kängurus und Asiatische Zwergotter runden die neue Erlebniswelt ab.

Auch in den Backstage-Bereichen hat der Kölner Zoo in dem früher „DER REGENWALD – Das Tropenhaus“ genannten Bau eine Menge verändert. So entstanden unterhalb des Schaubereichs eine Nachzuchtstation für vom Aussterben bedrohte asiatische Singvögel sowie ein Raum für die Zoobibliothek nebst einem Schulungsraum für Lehr- und Universitätskurse. Die Sanierung und Neukonzeptionierung folgte auf den Brand des Hauses im März 2022. Nach einer ersten Sanierung und Wiederöffnung starteten 2024 die mehrstufigen Bauabschnitte zur kompletten Umgestaltung, die mit neuer Heizung, Dämmung und Photovoltaikanlage auch die zeitgemäße energetische Modernisierung beinhaltet.

Parallel zur nun entstanden Kölner Zuchtstation unterstützt der Zoo den Bau einer Zuchtstation auf der indonesischen Insel Java mit 20.000 Euro. Zuvor hatte der Zoo zusammen mit der Weltnaturschutzunion (IUCN) bereits das Center for Species Survival gegründet, das sich ebenfalls um den Erhalt dieser Arten in der Wildnis kümmert. Auch an die Umweltbildung ist gedacht. In zwei noch entstehenden Informations-Räumen im Drachenhaus wird der Zoo die Bedrohung der Singvögel anschaulich skizzieren und auch die Arbeit seines Artenschutzzentrums erklären. Mit diesem Rundum-Ansatz für Bildung, Forschung und Rückführung nimmt der Kölner Zoo im Sinne des One-Plan-Approach eine internationale Vorreiterrolle zum Schutz asiatischer Singvögel ein, die in ihrer Heimat massiv unter Lebensraumverlust leiden oder illegal abgefangen werden und im Tierhandel enden.