Premiere in NRW: Kölner Zoo präsentiert Komodowarane

Auf allen Ebenen Sinnvolles: Spektakuläre Tiererlebnisse, Nachzuchtstation für vom Aussterben bedrohte Arten, Raum für Lehre und Forschung 

 

Köln, 13. August 2026. Der Kölner Zoo hat zum zweiten Mal in diesem Sommer eine neue Groß-Attraktion eröffnet. Auf die neue Giraffenanlage im Juli folgte heute die Einweihung des Drachenhauses, in dem Tiere und Pflanzen eines südostasiatischen Regenwalds leben. Gäste des Zoos der Domstadt tauchen hier in die Lebenswelt von Baumkängurus, Paradiesvögeln, Tigerpython, Zwergotter oder Balistar ein. In einer neuen Großanlage zeigen sich zudem erstmals in Köln und erstmals in einem NRW-Zoo überhaupt Komodowarane – die größten Warane der Erde. 

Eine der größten Anlagen für Komodowarane weltweit

Die Bauzeit betrug knapp 1,5 Jahre. Die Kosten belaufen sich auf ca. 9,8 Mio. Euro brutto. Herzstück und Namensgeber für das Drachenhaus ist die Anlage für zwei Komodowarane: ein 14-jähriges Weibchen – „Tessa“ –, das kürzlich aus dem Zoo in Leipzig nach Köln kam, sowie das vierjährige Männchen „Jiwa“ aus dem Randers Regnskov Zoo in Dänemark. In Deutschland ist der Kölner Zoo neben denen in Leipzig und Frankfurt/Main der Einzige, der die mitunter mehr als drei Meter langen, imposanten Riesenechsen hält. 

Die rd. 200 m2 große Anlage der agilen und durchaus für den Menschen gefährlichen Echsen ist für Gäste sicher mit Glas abgetrennt und eine der größten ihrer Art weltweit. Der ca. 3.000 m2 große Schaubereich drumherum mit Wasserfall ist so konzipiert, dass die Gäste über Brücken, Wasserlandschaften und Schlängelpfade auf Expedition durch einen Tropenwald gehen – vorbei an Fischen, Amphibien, Reptilien und Vögeln. Näher ist Südostasien nirgends im Rheinland. Mehrere Volieren wie die im Eingangsbereich für asiatische Hühner- und Entenvögel sowie das Areal am Ausgang für mehrere hochseltene Kängurus und Asiatische Zwergotter runden die neue Erlebniswelt ab. Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg, Vorstände des Kölner Zoos: „Wir sind sehr froh, an dieser Stelle auf so großem Raum so viele neue Highlights bieten zu können. Das Drachenhaus ist mit seinem Facettenreichtum eines der interessantesten Erlebnisangebote bei uns.“

Auch in den Backstage-Bereichen hat der Kölner Zoo in dem früher „DER REGENWALD – Das Tropenhaus“ genannten Bau eine Menge verändert. So entstanden unterhalb des Schaubereichs eine Nachzuchtstation für vom Aussterben bedrohte asiatische Singvögel sowie ein Raum für die Zoobibliothek nebst einem Schulungsraum für Lehr- und Universitätskurse. Die Sanierung und Neukonzeptionierung folgte auf den Brand des Hauses im März 2022. Nach einer ersten Sanierung und Wiederöffnung starteten 2024 die mehrstufigen Bauabschnitte zur kompletten Umgestaltung, die mit neuer Heizung, Dämmung und Photovoltaikanlage auch die zeitgemäße energetische Modernisierung beinhaltet. 

Parallel zur nun entstanden Kölner Zuchtstation unterstützt der Zoo den Bau einer Zuchtstation auf der indonesischen Insel Java mit 20.000 Euro. Zuvor hatte der Zoo zusammen mit der Weltnaturschutzunion (IUCN) bereits das Center for Species Survival gegründet, das sich ebenfalls um den Erhalt dieser Arten in der Wildnis kümmert. Auch an die Umweltbildung ist gedacht. In zwei noch entstehenden Informations-Räumen im Drachenhaus wird der Zoo die Bedrohung der Singvögel anschaulich skizzieren und auch die Arbeit seines Artenschutzzentrums erklären. Mit diesem Rundum-Ansatz für Bildung, Forschung und Rückführung nimmt der Kölner Zoo im Sinne des One-Plan-Approach eine internationale Vorreiterrolle zum Schutz asiatischer Singvögel ein, die in ihrer Heimat massiv unter Lebensraumverlust leiden oder illegal abgefangen werden und im Tierhandel enden.  

Robert Schallehn, jüngst zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden des Kölner Zoos gewählt: „Das Haus ist ein Symbol für das, wofür moderne, wissenschaftlich geführte Zoos heute stehen: Es bietet spannende, hautnahe Tiererlebnisse, die die Menschen packen und schlauer machen. Backstage ist darüber hinaus zusätzlicher Raum für die so wichtigen Aktivitäten des Zoos für Artenschutz und Lehre entstanden – und das alles auf Basis moderner Umwelttechnik. Mein herzlicher Dank für diese zukunftsweisende Umsetzung gilt Prof. Theo Pagel, Christopher Landsberg und dem ganzen Zoo-Team.“

Der Kölner Zoo: Begeistert für Tiere. Online bereits ab 22,50 Euro buchbar. www.koelnerzoo.de 

Kontakt für weitere Informationen:

Christoph Schütt

0221/7785-235
schuett@koelnerzoo.de