Seit dieser Woche Dienstag gibt es Zuwachs bei den Bisons im Kölner Zoo. Die dreijährige Kuh „Lakota“ vergrößert die Gruppe auf nun 4 Tiere. Sie stammt aus dem Serengeti-Park Hodenhagen. Zu ihren neuen Gruppenmitgliedern, die alle aus der Kölner Zucht stammen, nahm „Lakota“ sofort Kontakt auf. Sogar „Cheyenne“, die 22-jährige Leitkuh, duldet ihre Nähe. „Lakota“, was bei den nordamerikanischen Indianern so viel wie „Freundin“ bedeutet, scheint damit ihrem Namen alle Ehre zu machen. Am meisten interessiert sich der ebenfalls dreijährige Bulle „Cherokee“ für den Neuzugang. Das sind gute Aussichten, um mit „Lakota“ die in Köln sehr erfolgreiche Zucht dieser eindrucksvollen Art fortzusetzen.

„Lakota“ ist da: Zugang im Bison-Gehege des Kölner Zoos

Köln, 25. August 2016. Seit dieser Woche Dienstag gibt es Zuwachs bei den Bisons im Kölner Zoo. Die dreijährige Kuh „Lakota“ vergrößert die Gruppe auf nun 4 Tiere.
Sie stammt aus dem Serengeti-Park Hodenhagen. Zu ihren neuen Gruppenmitgliedern, die alle aus der Kölner Zucht stammen, nahm „Lakota“ sofort Kontakt auf. Sogar „Cheyenne“, die 22-jährige Leitkuh, duldet ihre Nähe. „Lakota“, was bei den nordamerikanischen Indianern so viel wie „Freundin“ bedeutet, scheint damit ihrem Namen alle Ehre zu machen. Am meisten inte- ressiert sich der ebenfalls dreijährige Bulle „Cherokee“ für den Neuzugang. Das sind gute Aus- sichten, um mit „Lakota“ die in Köln sehr erfolgreiche Zucht dieser eindrucksvollen Art fortzusetzen.

Das Verbreitungsgebiet der Bisons reicht von den trok- kenen Steppen Nordmexikos über die Prärien des mittleren Westens bis zu den Weiden entlang der Flüsse Alaskas. Bisons werden bis zu einer Tonne schwer. Sie sind damit die größten Landsäuger Nordamerikas. Die Tiere bildeten einst die Lebensgrundlage der nordamerikanischen Indianer, die von und mit den Bisons lebten. Sie töteten nur für den Eigenbedarf und verwerteten die Tiere komplett. Fell, Sehnen und Knochen wurden zur Herstellung von Kleidung, Decken, Sätteln, Zaumzeug, Schilden, Seilen, Leim, Kissenfüllungen, Geschirr, Rasseln, Schmuck, Werkzeugen und Tipis genutzt. Der Büffelmist diente als Brennmaterial.

Erst mit der Erschließung des Kontinents durch weiße Siedler und Jäger kam es zum Massenschlach- ten. Die Bisonjagd wurde zum Volkssport. In der kurzen Zeitspanne zwischen 1870 und 1876 wurden die einstmaligen Millionenbestände auf wenige tausend Tiere dezimiert. Dies geschah auf staatliche Anordnung, um den Indianern die Lebensgrundlage zu nehmen. Schutz- und Erhaltungsbemühungen starteten 1905. Mittlerweile leben wieder mehr als eine halbe Million Bisons in Nordamerika, die meisten davon in Farmen. Nur 5 Prozent sind wildlebend. Andere werden zu Erhaltungszuchtzwecken in umzäunten Reservaten gemanagt.
In diesem Jahr wurden die Bisons zum „Nationalen Säugetier“ der USA erhoben. Ziel ist es, die Bestände weiter zu vergrößern, ihre kulturelle und auch wirtschaftliche Bedeutung für die Indianer wiederherzustellen und den Bisons die ursprüngliche Rolle im Ökosystem der Steppen wiederzu- geben. Bisons sind nicht nur wichtige Beutetiere, sondern auch Landschaftsgestalter. Als Grasfresser verhindern sie die Ausbreitung von Büschen und Bäumen und sorgen für offene Landschaften. Diese bilden wiederum den Lebensraum für viele Pflanzen, Insekten, Vögel und kleinere Säugetiere.
Im Kölner Zoo besteht die Hauptnahrung aus Gras, das im Sommer frisch geschnitten und im Winter getrocknet als Heu angeboten wird. Kraftfutter aus Getreide wird täglich dazugegeben. Im Winter bekommen die Bisons Rüben und gelegentlich Äste zum Beknabbern der Rinde, in der sich viele Mineralien befinden.

Fotos: Werner Scheurer

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