Das Philippinenkrokodil wurde erst 1935 auf der Philippineninsel Mindoro entdeckt. Es ist ein relativ kleines im Süßwasser lebendes Krokodil. Schon ab einer Größe von 150 cm und einem Gewicht von 15 kg ist diese Art fortpflanzungsfähig. Zur Eiablage baut das Weibchen ein Nest aus Blättern, Ästen, Erde und Steinen. Nach der Eiablage wechseln sich Männchen und Weibchen bei der Bewachung des Nestes ab.

Das Philippinenkrokodil ist die weltweit am stärksten bedrohte Krokodilart. In der Natur gibt es nur noch höchstens 100 erwachsene Tiere. Der Bestand ist so stark bedroht, dass der Aufbau einer Reservepopulation in Menschenhand empfohlen wurde. 2006 wurden 15 Exemplare nach Europa geholt. Nur zwei Tiere werden in Deutschland - im Kölner Zoo - gehalten. Hier wird zudem das europäische Zuchtbuch geführt.

Dem Kölner Zoo gelang am 13. Juli 2013 die europäische Erstnachzucht der Tiere, im Juli 2015 konnten zwei weitere Tiere nachgezüchtet werden.

Crocodylus mindorensis | Philippine crocodile

Systematik: Reptilien, Krokodile

Körpergröße: bis 300 cm

Gelegegröße: 16-33 Eier

Verbreitungsgebiet: Philippinen

Lebensraum: Flüsse, Seen, Sümpfe

Nahrung: Schlangen, Säugetiere, Amphibien, Vögel, Wirbellose, Fische