Verschließbare Ohren- und Nasenöffnungen sowie ein dichter, wärmender Pelz erlauben dem Fischotter ausdauernde Beutejagden im Wasser. Seine Hinterfüße und sein kräftiger Schwanz dienen als Heckantrieb- und steuerung. An seinem flauschigen Haarkleid hatte allerdings auch der Mensch Gefallen gefunden und dem wohl schönsten heimischen Marder lange Zeit konsequent nachgestellt. Doch nicht nur aus diesem Grund ist er vom Aussterben bedroht. Heute drohen dem Fischotter trotz gesetzlichen Schutzes immer noch Gefahren an Fischteichen, wo er nicht gerade willkommen ist, sondern als "Fischereischädling" angesehen wird. Manchmal verfangen sich die Wassermarder auch in Fischreusen. Können sie sich nicht mehr befreien, ersticken sie jämmerlich. Die größte Bedrohung der Fischotter geht aber von der Zerstörung und Veränderung der natürlichen Auenlandschaften aus. An begradigten Flüssen findet er keine Verstecke mehr und wichtige Nahrungsgrundlagen gehen verloren. In zahlreichen Regionen auch in Nordrhein-Westfalen könnte der Fischotter wieder heimisch werden, wenn wie ihn tolerieren und kanalisierte Wasserläufen wieder ihre natürliche Ausprägung zurückgeben. Wo man das - wie etwa in Niedersachsen - schon getan hat, fanden sich Jahrzehnte nach der Ausrottung plötzlich wieder erste Fischotterspuren.

Lutra lutra | Common Otter

Verbreitung: Europa, Asien, Nordafrika

Systematik: Raubtiere, Marderartige

Tragzeit: ca. 60 Tage

Körperlänge: 60 - 95 cm

Körpergewicht: 6-15 kg

Lebensraum: Flusslandschaften, Auwälder

Bestand im Freiland: 400-600 in Deutschland

Bestand in europäischen Zoos: ca. 270

Nahrung: Fische, Krebse, kleine Wirbeltiere