Erdmännchen leben in großen Gruppen mit bis zu 40 Tieren. Sie haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Häufig suchen sie Körperkontakt, sei es durch Umarmen oder einfach durch nahes Beieinanderstehen. Erdmännchen sind Beutegreifer, ernähren sich also von anderen Tieren. Aufgrund ihrer geringen Größe sind sie selbst aber begehrte Beute für andere Beutegreifer, wie Adler oder Kobra. Deshalb müssen Erdmännchen besonders wachsam sein. Wachsam sein hält aber von der Nahrungssuche ab, deshalb gibt es bei den Erdmännchen einen Wächter, der gar nicht auf Nahrungssuche geht. Er wird jedoch regelmäßig abgelöst, sodass kein Erdmännchen in der Gruppe hungrig bleiben muss.

Sie gehören zu den sozialsten Säugetieren überhaupt. Das dominante Weibchen bestimmt, wo die Gruppe lebt und auch nur dieses Weibchen bekommt die Jungen. Der Vater ist höchstwahrscheinlich das ranghöchste Männchen. Das Weibchen wirft die Jungen in der unterirdischen Schlafhöhle. Erdmännchenjunge sind Nesthocker, das heißt sie kommen nackt und blind zur Welt und bleiben die ersten Wochen in der Kinderstube. In dieser Zeit entfernt sich die Erdmännchengruppe zur Nahrungssuche nicht so weit vom Bau wie sonst. Auch die Mutter geht mit der Gruppe auf Streifzug, denn für sie ist eine gute Ernährung besonders wichtig, damit sie genügend Milch für ihren Nachwuchs hat. Zum Stillen kommt sie dann zurück. Aber es kommt auch vor, dass andere Weibchen aus der Gruppe als Amme die Mutter bei der Aufzucht unterstützen. Ein erwachsenes Erdmännchen bleibt immer bei den Kleinen um sie vor Raubtieren zu verteidigen. Der Babysitter-Job bei Erdmännchens ist harte Arbeit, denn je größer die Kleinen werden, desto schwerer ist es sie am Bau zu halten.

Suricata suricatta | Slender-tailed Meerkat

Systematik: Raubtiere, Mungoartige

Tragzeit: 60 Tage

Höchstalter: 9 Jahre

Körpergewicht: 620 - 970 g

Lebensraum: Savanne

Bestand im Freiland: nicht bedroht

Bestand in europäischen Zoos: ca. 800

Nahrung: Insekten, kleine Wirbeltiere, Skorpione