Der Uhu ist die größte Eule der Welt und war mit seinen geheimnisvollen „schuhu“- Rufen schon in der Antike als „Totenvogel“ gefürchtet. Als „Todesbote“ oder aber als Konkurrent um das Niederwild wurde er solange bejagt, dass der Uhu Mitte des 20. Jahrhunderts fast ausgestorben war. Strenge Schutzmaßnahmen und die Auswilderung von gezüchteten Tieren haben dazu geführt, dass sich der Bestand erholt hat. Heute brüten wieder um die 800 Uhu-Paare in Deutschland.

Der Bestand des Uhus ist aber immer noch von Schutzmaßnahmen abhängig. Durch die Zusammenarbeit von Naturschützern und Freizeitsportlern sind hier positive Entwicklungen zu vermelden. Felslandschaften zum Beispiel bilden das natürliche Brutbiotop des Uhus, sind aber auch beliebte Ziele für Klettersportler. Durch zeitweilige Sperrungen der Felsen und Umleitungen von Wanderwegen lassen sich hier Störungen vermeiden. Eine regelrechte Todesfalle für den Uhu stellen Spannungsmasten dar. Mit Hilfe moderner Techniken können gefährliche Masten aber entschärft werden. Stromgesellschaften zeigen sich hier meist kooperativ.

(Bubo bubo | Eagle owl)

Systematik: Eulen

Brutdauer: 34 Tage

Gelegegröße: 3-5 Eier

Körpergröße: bis 70 cm

Körpergewicht: Weibchen bis 3200 g , Männchen bis 2100 g

Spannweite: bis 170 cm

Lebensraum: offene, reich gegliederte Landschaften

Nahrung: Mäuse, Kaninchen, Vögel, Fische