Moschusochsen sind trotz ihres Namens näher mit Ziegen und Schafen als mit Rindern verwandt. Sie sind die schwersten Pflanzenfresser in der Tundra. Moschusochsen setzen ihre Hörner gegen Raubtiere wie Wölfe und Bären ein. Die erwachsenen Tiere bilden einen Kreis, die Köpfe nach außen gerichtet und die Jungtiere in der Mitte eingeschlossen. Einzelne Tiere brechen immer wieder aus dem Kreis aus, um die Angreifer zu attackieren.

Wegen seines weichen, dichten und langen Fells hat man versucht, den Moschusochsen zu domestizieren. Obwohl dies nie wirklich gelang, werden in Alaska heute Moschusochsen in Farmen gehalten. Ihre Wolle, die feiner ist als die der Kaschmierziegen, wird mit den Händen aus den halbzahmen Tieren herausgekämmt. Bei den Eskimos wird sie als Qiviut bezeichnet und in Kooperativen zu hochwertigen Mützen und Schals verarbeitet.

(Ovibos moschatus | Musk-Ox)

Systematik: Paarhufer, Ziegenverwandte

Widerristhöhe: 0,9 - 1,5 m

Körpergewicht: 160 - 400 kg

Höchstalter: 30 Jahre

Tragzeit: 7 - 9 Monate

Lebensraum: arktische Tundra

Verbreitung: nördliches Nordamerika, Grönland

Bestand im Freiland: gefährdet

Bestand in europäischen Zoos: ca. 40

Nahrung: Gräser, Kräuter, Flechten, Moose